Ist Kokosöl ein Wundermittel oder ungesunder Dickmacher?

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Coconut over a table with a candle premium Holmes Place

Ist Kokosöl wirklich ein solches Wundermittel, wie wir bisher dachten, oder sollten wir es weniger benutzen? Hier eine Liste aller Vor- und Nachteile von Kokosöl.

Kokosöl ist eines der hochgelobten „Wundermittel“, die angeblich für alles gut sind – sowohl in der Küche, als auch auf der Haut. Aber was ist wirklich dran an diesen Behauptungen?


In den sozialen Netzwerken wird Kokosöl (genauso wie Avocados) als natürlicher Alleskönner gehandelt. Ganz nach dem Motto „was natürlich ist, kann nur gut sein“. Auf Pinterest springen uns die verschiedenen Verwendungsarten von Kokosöl nur so ins Auge: als Feuchtigkeitsspender für trockene Haut, um unschöne Schuppen zu bekämpfen und sogar, um die Zähne aufzuhellen.


Allerdings wissen die wenigsten, dass Kokosöl aus 90% gesättigten Fettsäuren besteht. Ja, Sie haben richtig gelesen. Gesättigte Fettsäuren, das sind doch die, von denen uns immer gesagt wurde, dass Sie schlecht für uns seien? Das Ganze ist ein bisschen komplizierter, aber keine Sorge, wir machen es einfacher…


Kokosöl: gut oder schlecht?

Gesättigte Fettsäuren gelten als gefährlich, da sie "schlechtes" Cholesterin erhöhen, was wiederum zu einem erhöhtem Herzinfarktrisiko führt. Dass Kokosöl in der Welt der Gesundheit trotzdem gefeiert wird, liegt daran, dass es auch den "guten" Cholesterinwert erhöht.


Im Gegensatz zu den meisten anderen Ölen, die größtenteils aus langkettigen Triglyceriden bestehen, enthält das viel gepriesene Kokosöl eine große Menge an mittelkettigen Triglyceriden – eine Art Fett, die im Blutkreislauf zirkuliert. Hohe Triglycerid-Werte werden mit Übergewicht, Diabetes, Bauchspeicheldrüsenentzündung und Herzleiden in Verbindung gebracht.


Die Wahrheit über Kokosöl

Weil Kokosöl aus mittelkettigen Triglyceriden anstatt aus langkettigen besteht, halten es viele für ein gesundes Öl. Im Gegensatz zu den langkettigen, sendet unser Körper die mittelkettigen direkt zu unserer Leber, welche nicht nur effizienter darin ist, diese in Energie zu konvertieren, sondern auch in Ketone zu verwandeln, welche die Gehirnfunktion fördern und das Risiko vermindern, an Alzheimer zu erkranken.


In anderen Worten bedeutet das, dass unser Körper diese Triglyceride nicht als Fett speichert, wie es bei den langkettigen der Fall ist – also genau das, worum es uns geht, wenn wir versuchen in Form zu kommen. Manche behaupten sogar, dass die mittelkettigen Triglyceride beim Abnehmen helfen können, da sie das Sättigungsgefühl fördern.


Das kann Kokosöl

Man darf bei der Diskussion über Kokosöl nicht unerwähnt lassen, dass seine Wirkungsweise und Auswirkungen auf die Gesundheit weniger erforscht wurden, als dies bei anderen Ölen der Fall ist, weshalb man keine endgültigen Schlüsse ziehen kann.


Studien zeigen, dass Völker, die viel Kokosöl konsumieren, größere Mengen an gesättigten Fettsäuren zu sich nehmen, allerdings gleichzeitig geringere Raten an Gefäßerkrankungen aufweisen (welche die Venen und Arterien im Körper betreffen).


Es sieht also ganz so aus, als sei Kokosöl mit einem gesunden Lebensstil kompatibel. Auch wenn viele der angeblichen Gesundheitsvorteile noch nicht wissenschaftlich belegt worden sind, ist es nie eine schlechte Idee, so zu leben wie Völker, die lange und gesund leben. Auf unserer Reise hin zu einem besseren und gesünderen Leben sollten wir jedoch eines nie vergessen: Das Wichtigste ist die Balance.

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