Bauchfett - und was man dagegen tun kann

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Alles, was Sie über Bauchfett wissen müssen ... einschließlich, wie man es loswerden kann. Tipps und Ratschläge von MD Thordis Berger.

Das meiste Fett in unserem Körper ist subkutanes Fett, also Fett, dass direkt unter der Hautoberfläche sitzt und welches wir mit der Hand greifen können. Bei dem Fett im Bauchraum handelt es sich sowohl um dieses subkutane Fett, als auch um viszerales Fett. Im Gegensatz zu subkutanem Fett, ist viszerales Fett nicht greifbar, da es tief in der Bauchhöhle in der Nähe unserer Bauchorgane liegt. 


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Wo sich Fett ansetzt, hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie zum Beispiel Gene und Hormone. Fett im Unterkörper (die Birnenform) ist subkutan, während es sich bei Fett im Bauchbereich (die Apfelform) weitgehend um viszerales Fett handelt.


Übergewicht in der Körpermitte ist bei älteren Menschen sehr häufig, da Körperfett während des Alterungsprozesses oft in die Bauchregion umverteilt wird. Im Durchschnitt haben Frauen vor der Menopause halb so viel Bauchfett wie Männer. Dies liegt vor allem an der Figur: Während Frauen im Allgemeinen einen höheren Gesamt- und prozentualen Körperfettanteil haben, befindet sich dieses Fett aufgrund ihrer birnenförmigen Statur häufiger im Bereich ihren Hüften und Oberschenkel. Männer haben von Natur aus meistens eine Apfelform und tragen überschüssiges Gewicht in ihrer Bauchregion.


Fettzellen tun mehr, als nur überschüssige Kalorien zu speichern - sie spielen eine viel größere Rolle in der menschlichen Physiologie, als wir bisher angenommen haben. Wir wissen jetzt, dass Fettgewebe wie ein selbstständiges Organ wirkt, indem es Hormone und Entzündungsstoffe aus unserem Körper ausstößt. Forschungsergebnisse legen nahe, dass Fettzellen - insbesondere Bauchfettzellen - biologisch aktiv sind . Viszerales Fett produziert spezielle Biochemikalien, sogenannte Zytokine, die das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen und sich schädlich auf die Insulinsensitivität, den Blutdruck und die Blutgerinnung auswirken können.


Aus diesem Grund ist zu viel abdominales oder viszerales Fett mit einer Vielzahl von Gesundheitsproblemen verbunden . Hierbei ist zu beachten, dass bei zwei Personen mit sehr ähnlichen BMIs der Anteil an Bauchfett erheblich variieren kann. Dementsprechend kann eine Person mit einem BMI im "normalen" Gewichtsbereich den sicheren Bauchfettanteil überschreiten. Wenn Sie also normalgewichtig sind, aber zu viel viszerales Bauchfett haben, kann das zu Gesundheitsproblemen führen. 


Viszerales Fett wurde mit Stoffwechselerkrankungen, erhöhtem Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen und Typ-2-Diabetes mellitus (DM) in Verbindung gebracht. Bei Frauen wird es auch positiv mit Brustkrebs assoziiert .


Die einzige Möglichkeit, viszerales Fett definitiv zu diagnostizieren, ist eine CT- oder MRT-Untersuchung. Es handelt sich dabei jedoch um teure und zeitaufwendige Verfahren.


Eine andere Methode, um herauszufinden, ob man zu viel Bauchfett hat, ist eine Umfangsmessung der Taille und der Hüfte. Dies ist zwar ein einfacher, aber nicht ganz genauer Weg, um sein viszerales Fett zu messen. Messen Sie einfach mit einem Maßband sowohl den Umfang Ihrer Taille, als auch den Ihrer Hüfte (am breitesten Punkt) und teilen Sie dann den Taillenumfang durch den Hüftumfang. Bei Männern gilt eine Zahl über 0,9 als zu viel, bei Frauen über 0,85. 


Sie haben überschüssiges Bauchfett? Bauchfett verlieren ist gar nicht so schwer, verlangt aber nach Disziplin. Im Folgenden erklären wir Ihnen, wie Sie Ihr Bauchfett loswerden. 


Bauchfett loswerden – wie geht das? 

Wenn Sie Ihr Bauchfett verlieren, hat das eine Vielzahl an gesundheitlichen Vorteilen, von niedrigerem Blutdruck bis zu günstigeren Cholesterinwerten. Aber wie kann man sein Bauchfett loswerden?


Die gute Nachricht ist, dass viszerales Fett sehr gut auf Bewegung und Ernährung reagiert. Um Ihr Gewicht zu kontrollieren und Bauchfett loszuwerden, sollten Sie regelmäßig bei mittlerer Intensität Sport treiben – am besten 60 Minuten pro Tag, mindestens aber 30. Auch durch Krafttraining (Training mit Gewichten) kann man Bauchfett verlieren. Übungen, die sich auf einzelne Muskelgruppen konzentrieren, wie zum Beispiel Sit-Ups, straffen zwar die Bauchmuskeln, bekämpfen aber nicht das viszerale Fett.


Auch die Ernährung spielt eine Rolle. Achten Sie auf die Größe Ihrer Portionen und setzen Sie auf komplexe Kohlenhydrate (Obst, Gemüse und Vollkornprodukte) und mageres Protein, statt auf einfache Kohlenhydrate wie zum Beispiel Weißbrot, Weißmehlnudeln und zuckerhaltige Getränke. Auch gesättigte Fette und Transfette durch mehrfach ungesättigte Fette zu ersetzen, kann ebenfalls dabei helfen, unschönes und vor allem ungesundes Bauchfett loszuwerden.


Lernen Sie mehr über das Idealgewicht und wie Sie er errechnen können.

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[1]Coelho M et al. Biochemistry of adipose tissue: an endocrine organ.Arch Med Sci. 2013 Apr 20; 9(2): 191–200.

 

[1]Elffers TW et al. Body fat distribution, in particular visceral fat, is associated with cardiometabolic risk factors in obese women. PLoS One. 2017; 12(9): e0185403.

 

[1]Chakraborty D et al. Fibroblast growth factor receptor is a mechanistic link betweenvisceral adiposity and cancer. Oncogene. 2017(36)6668–6679

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