Herbst-Winter Blues

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Verwelckte Herbstbläütter

Die Herbst-Winter-Blues zählt zu den saisonal-abhängigen Depressionen (SAD). Die Symptome verschwinden oft erst mit dem Eintreffen des Frühlings. Hier erfahren Sie, was Sie dagegen tun können.

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Sie kennen das sicherlich. Der Wecker klingelt - es ist dunkel. Auf dem Weg zur Arbeit - ist es dunkel. Sie gehen nach Hause und schon wieder … ist es dunkel.


Herbst-Winter-Depressionen entstehen hauptsächlich durch Lichtmangel und der geringen Lichtintensität. Wenn im Herbst die Tage kürzer werden, nimmt der Körper über die Netzhaut weniger Licht auf. Die Ausschüttung des Hormons Melatonin erhöht sich, was dazu führt, dass wir uns müde fühlen. Gleichzeitig sinkt der Serotoninspiegel. Das Glückshormon Serotonin ist für die emotionalen Prozesse z.B. das Wohlbefinden zuständig.

Aufgrund dieser inneren Prozesse sind die häufigsten Symptome einer Herbst-Winter-Depression Müdigkeit, Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit und sozialer Rückzug. In den meisten Fällen tritt auch ein vermehrter Appetit auf, der mit einer Gewichtszunahme einhergehen kann.


Ca. 10% der Bevölkerung leidet unter einer Herbst-Winter-Depression. Dabei sind Frauen häufiger betroffen als Männer. In 80% der Fälle tritt die Depression im nächsten Winter erneut auf. Experten sprechen daher von einer rezidivierenden (= wiederkehrenden) Depression. In südlichen Ländern ist diese Form der SAD weniger verbreitet als im Norden.


Subsyndromale SAD ist die schwächere Form der Herbst-Winter-Depression und wird umgangssprachlich Herbst- oder Winterblues genannt. Viele Menschen kennen die vermehrte Müdigkeit und Antriebslosigkeit in den Herbst- und Wintermonaten. Evolutionär kann sie als Relikt eines Winterschlaf-ähnlichen Zustands gesehen werden. Die Körperfunktionen wurden heruntergefahren und dienten dem Überleben.


Mit verschiedenen Maßnahmen kann dem Herbstblues oder einer leichten Form der Herbst-Winter-Depression entgegengewirkt werden:


Wer schon einmal an einer Herbst-Winter-Depression erkrankt ist, sollte im Voraus planen. Ein Urlaub im Süden, ein strukturierter Tagesablauf mit Entspannungspausen oder auch das Erlernen verschiedener Techniken, wie der „Macht der Gedanken“. Wer versucht, negative Gedanken(kreise) zu durchbrechen, wird mit einer anderen Einstellung den Herbst- und Wintermonaten begegnen können.


Betroffene, die unter einer starken Herbst-Winter-Depression leiden, sollten einen Arzt oder Psychotherapeuten kontaktieren. Bei einer schweren Symptomatik ist die Lichttherapie sehr wirkungsvoll und kann die Symptome lindern. Der Betroffene wird dabei täglich über einen gewissen Zeitraum einer starken Lichtquelle ausgesetzt. Diese Lichtquelle hat eine höhere Beleuchtungsstärke als gängiges künstliches Licht. Teilweise werden zusätzlich Antidepressiva oder eine pflanzliche Behandlung mit Johanniskraut verschrieben.



Körperliche Aktivitäten bei Tageslicht sind sehr wirkungsvolle Maßnahmen. Schon ein täglicher halbstündiger Spaziergang im Hellen wirkt sich positiv auf die Symptome aus. Es empfiehlt sich auch ein Blick in unseren Kursplan.


Besonders unsere Mind & Body Kurse, werden Ihnen helfen sich deutlich aktiver und fitter zu fühlen. Oder powern Sie sich richtig aus, mit unseren XPRESS Classes. Wie so oft gilt: Sport ist die beste Therapie. Denn: Da das Serotonin über das Blut transportiert wird, wird es beim Sport besser im gesamtem Körper verteilt. Und außerdem vermehren unsere Kurse die Produktion von Glückshormonen!


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